Wie lassen sich Energieeinsparungen durch bedarfsgesteuerte Großküchenlüftung nachweisen?

Energieeinsparungen lassen sich durch Auswertung der tatsächlichen Ventilatorsteuerung und Berechnung der eingesparten Energie nachweisen. Ist das Energiemonitoring der Immobilie genau genug, kann die Einsparung auch direkt im Verbrauch sichtbar werden. Die erreichte Einsparung lässt sich mit der Schätzung vor der Investition vergleichen.

Wie wird die erreichte Energieeinsparung berechnet?

Die erreichte Energieeinsparung lässt sich aus Ventilatorsteuerdaten berechnen. Die Daten stammen aus FlowHero-Messungen oder Trenddaten der Gebäudeautomation. Daraus wird die Lüftungsreduktion gegenüber der früheren Regelung ermittelt.

In die Berechnung fließen u. a. Außentemperaturen, Betriebszeiten, Wärmerückgewinnung und der geringere Stromverbrauch der Ventilatoren ein. So lassen sich erreichte Energie- und Kosteneinsparung ermitteln.

Zeigt sich die Einsparung im Energiemonitoring?

Das kann der Fall sein, wenn der Anteil der Küchenlüftung am Gesamtverbrauch separat überwacht werden kann oder die Wirkung auf den Gesamtverbrauch groß genug ist.

Im Kupittaa-Pavillon der Turun Teknologiakiinteistöt – einer gastronomisch genutzten Immobilie – zeigte das Energiemonitoring nach FlowHero einen deutlichen Rückgang. Anhand der tatsächlichen Luftmenge wurde eine jährliche Einsparung von 69,5 MWh und 5.539 Euro berechnet.

Erreichte Einsparung vs. ursprüngliche Schätzung

Die vor der Investition erstellte Schätzung lässt sich mit dem Betriebsergebnis vergleichen.

Bei Areims Aallonharja wurden vor dem Projekt 130 MWh pro Jahr geschätzt. Im ersten Betriebsjahr betrug die tatsächliche Einsparung 190,7 MWh – 47 Prozent mehr als geschätzt.

Im Kupittaa-Pavillon lag die ursprüngliche Schätzung bei 49,6 MWh pro Jahr. Nach der Inbetriebnahme wurde die jährliche Einsparung mit 69,5 MWh berechnet.

Wofür lassen sich Nachweisdaten nutzen?

Mit der erreichten Energieeinsparung kann die Gebäudebetreuung Einsparungen z. B. in Energieeffizienzvereinbarungen und in Energie- sowie Nachhaltigkeitsberichten ausweisen.

Die Ergebnisse helfen auch bei der Einschätzung weiterer Objekte. Sowohl Areim als auch Turun Teknologiakiinteistöt haben das System nach dem ersten FlowHero-Objekt auch an weiteren Standorten eingeführt.