Zeitsteuerung und Bedarfsteuerung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Zeitsteuerung legt fest, wann die Lüftung läuft. Die Bedarfsteuerung regelt, wie viel Lüftung gerade benötigt wird.
Was leistet die Zeitsteuerung?
Die Zeitsteuerung startet, stoppt oder ändert die Lüftungsleistung zu festgelegten Zeiten. Es lassen sich z. B. eigene Betriebszeiten für Volllast und reduzierte Leistung sowie Zeiten definieren, in denen die Lüftung aus ist. Eine gut eingestellte Zeitsteuerung verhindert unnötigen Lüftungsbetrieb, z. B. nachts.
Die Zeitsteuerung weiß jedoch nicht, was in der Küche passiert, und kann die Leistung nicht an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Sie folgt einem festen Schema – unabhängig davon, ob in der Küche wenig oder viel los ist.
Was leistet die Bedarfsteuerung?
Die Bedarfsteuerung regelt die Luftmenge anhand von Sensordaten und der tatsächlichen Situation in der Küche. Steigt die Belastung, wird die Lüftung erhöht. Sinkt sie, wird die Luftmenge reduziert.
Bringt die Zeitsteuerung Energieeinsparungen?
Läuft die Lüftung deutlich länger als nötig, kann eine Anpassung der Zeitsteuerung Einsparungen bringen. Dafür muss die Gebäudebetreuung jedoch im Voraus einschätzen, wann und mit welcher Leistung Lüftung benötigt wird. Bei der Bedarfsteuerung entfällt diese Schätzung: Die Lüftung passt sich automatisch dem tatsächlichen Bedarf der Küche an.
Wie groß kann der Unterschied sein?
Im Kupittaa-Pavillon der Turun Teknologiakiinteistöt wurde die Küchenlüftung vor FlowHero per Zeitsteuerung gefahren. Nach der Einführung sank der Abluftstrom um 49 Prozent gegenüber der Zeitsteuerung, ohne dass sich das Raumklima verschlechterte. Die berechnete jährliche Energieeinsparung betrug 69,5 MWh und die Kosteneinsparung 5.539 Euro.