Bedarfsteuerung ändert nicht die Auslegungsgrundsätze der Großküchenlüftung. Die Auslegungsluftmenge muss weiterhin für die höchste geplante Küchenbelastung ausreichen. Bei Bedarfsteuerung ist die Auslegungsluftmenge verfügbare Kapazität – nicht die Luftmenge, mit der die Lüftung dauernd läuft.
In FlowHero-Objekten läuft die Lüftung praktisch oft den Großteil der Zeit deutlich unter der Auslegungsluftmenge. In vielen Objekten lag die tatsächliche Luftmenge dauerhaft bei etwa 30–80 % der Auslegungsluftmenge; die volle Auslegungsluftmenge war nur selten nötig.
Das verringert den Druck, die Auslegungsluftmenge nur zum Senken des Energieverbrauchs zu reduzieren. Planer können weiterhin normgerecht auslegen, da die Lüftung im Normalbetrieb nicht durchgehend mit der Auslegungsluftmenge betrieben wird.
Bei der Auslegung der Großküchenlüftung wird ohnehin die gleichzeitige Nutzung von Geräten berücksichtigt. EN 16282-1 verwendet z. B. einen Gleichzeitigkeitsfaktor, weil nicht alle Geräte dauernd gleichzeitig auf Volllast laufen.
Bedarfsteuerung setzt dieselbe Idee im Betrieb fort: Bei der Planung wird die Gleichzeitigkeit der Spitzenlast bewertet, im Betrieb passt sich die Lüftung der tatsächlichen Küchenbelastung an.
Lesen Sie auch: Was bedeutet bedarfsgesteuerte Großküchenlüftung?