Wärmerückgewinnung und Bedarfsteuerung sparen Energie auf unterschiedliche Weise. Wärmerückgewinnung nutzt Wärme aus der Abluft. Bedarfsteuerung reduziert die behandelte Luftmenge, wenn nicht die volle Luftmenge benötigt wird. Beide Lösungen lassen sich auch kombinieren.
Was leistet Wärmerückgewinnung?
Wärmerückgewinnung überträgt Wärme von der Abluft auf die Zuluft. So wird weniger Bezugsenergie zum Erwärmen der Außenluft benötigt.
In der Abluft einer Großküche sind Fett und andere Stoffe aus der Zubereitung enthalten. Das muss bei Planung, Reinigung und Wartung der Wärmerückgewinnung berücksichtigt werden.
Was leistet Bedarfsteuerung?
Bedarfsteuerung reduziert die Luftmenge, wenn die Küche keine Volllüftung benötigt. Einsparung entsteht, weil weniger Luft erwärmt, gekühlt und mit Ventilatoren bewegt werden muss.
Lohnt sich Bedarfsteuerung, wenn bereits Wärmerückgewinnung vorhanden ist?
Das kann sich lohnen – wir prüfen es gern kostenlos. Wärmerückgewinnung senkt den Heizenergiebedarf, aber Luftmenge, Betriebszeit und Regelungsart beeinflussen den Verbrauch weiterhin.
Prüfen Sie auch, welche Küchenabluftströme an die Wärmerückgewinnung angeschlossen sind. In vielen Objekten laufen z. B. Allgemeinabluft und Kondensationshauben über WRG, Fettkanäle jedoch nicht.
FlowHero-Projekte wurden wirtschaftlich sowohl mit als auch ohne Wärmerückgewinnung umgesetzt.
Wie unterscheiden sich WRG- und Bedarfsteuerungsprojekte?
Bedarfsteuerung ist meist das leichtere Projekt. Neue Wärmerückgewinnung in einer Bestandsimmobilie kann Änderungen an Lüftungsgeräten und Kanälen sowie neue Kanalführungen zur Nutzung der zurückgewonnenen Wärme erfordern. Je nach Objekt sind auch bauliche Maßnahmen nötig, z. B. neue Dachkonstruktionen.
Bedarfsteuerung ist praktisch ein Gebäudeautomationsprojekt: In der Küche werden Sensoren installiert, die Nutzung und Luftqualität überwachen. Anschließend wird die Lüftung anhand der Sensordaten automatisch gesteuert. Bedarfsteuerung lässt sich oft an die bestehende Lüftung anbinden, ohne Lüftungsgerät, Hauben oder Kanäle zu ersetzen. Die Auslegung ändert sich nicht; die Luftmenge wird zwischen Mindest- und Auslegungswert nach Küchenbedarf geregelt.
Optionen sollten deshalb nach Energieeinsparung, Investition und nötigen Umbauten verglichen werden. Sind beide sinnvoll, können sie gemeinsam eingesetzt werden.